Ein gewaltiger Skandal erschüttert derzeit die französische und internationale Literaturszene. Dem kanadisch-haitianischen Autor Thélyson Orélien wird vorgeworfen, seinen ersten Bestseller-Roman mithilfe von künstlicher Intelligenz verfasst zu haben – zu einer Zeit, in der das Buch beispiellose Anerkennung fand und als Top-Anwärter für große Auszeichnungen wie den Prix Goncourt galt.
Der phänomenale Erfolg des Romans und seine Resonanz:
Der am 19. August 2026 im renommierten Verlag Grasset erschienene Roman C'était ça ou mourir (Das oder sterben) erzählt die Geschichte von Jonas Dorléon, einem Lehrer, der vor Gewalt und Bandenkriegen in Haiti flieht und sich in Kanada niederlässt. Vor Ausbruch dieser Kontroverse hatte das Buch bereits die Preise Prix Méduse und Prix du Roman Fnac gewonnen und galt als Top-Favorit für den begehrten Prix Goncourt.
Die Quelle der Vorwürfe:
Die Krise begann, als ein anonymes Konto im sozialen Netzwerk X behauptete, das Buch sei vollständig von künstlicher Intelligenz verfasst worden. Das Konto stützte sich auf eine Analysesoftware namens Pangram, um zu „beweisen“, dass der Roman ein Produkt der KI und nicht des Autors ist. Trotz Recherchen der Zeitung Le Monde bleibt die Identität des Kontoinhabers unbekannt, was die Literaturwelt bezüglich der Gültigkeit dieser neuen Technologie in zwei gegnerische Lager spaltet.
Entschlossene Verteidigung durch Autor und Verlag:
Der 38-jährige Thélyson Orélien wies alle Vorwürfe entschieden zurück und erklärte gegenüber der Zeitung Libération, er sei zutiefst besorgt und wütend über diese haltlosen Behauptungen. Gleichzeitig äußerte der Verlag Grasset Verdacht gegenüber diesen undurchsichtigen Angriffen und stellte die Frage, ob es sich um eine Verschwörung oder unfairen kommerziellen Wettbewerb auf dem Literaturmarkt handele, der darauf abzielt, den Ruf des Autors zu beschmutzen.
Quelle: Deutschland Funk Kultur
Großer Literaturskandal; Künstliche Intelligenz gewinnt Literaturpreise!